Mittwoch, 12. August 2009

N.K.Z.

Ich verstehs einfach nicht. Konnte es noch nie und werde es vermutlich auch nie verstehen: WESHALB und warum finden es Päärli und Familien toll, am Samstag mit und ohne (Päärli) Kind und Kegel den Wochenend-Einkauf in der Migros (oder Coop oder wo auch immer) zu tätigen?!
Es fängt schon beim Wägeli-Fassen an: gemütlich wird vor den Wägeli im Portemonnaie nach einem 1- oder 2-Franken-Stück gefischt. Der Mann oder/und die Kinder stehen (un)geduldig nebenan und versperren den Weg. Dann wird ausgemacht, wer in den Einkaufswagen-Sitz darf und wer nicht und weshalb.
Dann geht der Tross IN die "Nah-Kampf-Zone" (N.K.Z.). Und es wird, wo's doch schon eh genug eng ist, vor den Früchten diskutiert, welche man denn nehmen sollte und warum: "was meinsch, wämmer "Granny Smith" oder "Braeburn" neh? Oder doch lieber Bire?!". "Du nei, mir händ beides no dihei. Und sowieso. Weisch. Wägem Dings... wäge de Umwelt und so söttemer doch gschiider Oepfel us de Schwiz neh". Aha. Dasselbe vor der Fleisch-Auslage!! Ich krieg die Krise! Obwohl die Männer beim Fleisch mengenmässig ordentlich zuschlagen; resp. in den Wagen legen. Da stehen sie, diskutieren und beraten sich vor den Regalen und ich stehe regelmässig kurz vor dem Kollaps. Für mich ist "Nahrungsmittel-Beschafffung" äusserst mühsam.
Deshalb muss das Rucki-Zucki gehen. Ich setze mich zuhause hin und schreibe erstmal einen Menüplan. Dabei achte ich, dass ich auch Reste wiederverwerte und logischerweise die frischen Produkte bald aufbrauche. Ich kontrolliere vor dem Planen, was noch alles im Kühlschrank ist und was nicht. Ich nehme, wenn ich es irgendwie vermeiden kann, weder Mann noch Kind mit. So stürme ich also die N.K.Z. und bin froh, wenn ich nach 40 Minuten mein Ausfahrts-Billet der Tiefgarage in den dafür vorgesehenen Automat stecken kann.

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