So zog ich also los, mietete mir für einen Tag ein paar Ski, Skistöcke und Skischuhe. Und zog mit Sohn Noa gen Berge. Wir fuhren frühmorgens los nach Engelberg. Der Titlis war unser erklärtes Ziel. Wir kamen gut voran, fürs Skibillet mussten wir zwar ein wenig anstehen, aber dafür gings vor der Gondel zügig voran. In der Gondel sassen neben uns ein nettes, älteres Paar. Aus ihrem Gespräch konnte ich heraushören, dass sie sehr oft in Engelberg skifahren und es am Tag zuvor sehr eisig auf der Titlis-Seite war. Ich habe mich dann direkt bei ihnen erkundigt, wie denn die Pistvenverhältnisse am Vortag waren. Sie haben uns empfohlen, auf der Jochpass-Seite zu bleiben; für den ersten Skitag nach 24 Jahren nur auf dem dicken Brett wäre dies wohl besser so. Für mich. Für Noa. Und für alle anderen auch. ;-)
Nun ja, so Tips nimmt man gerne an, gell...
Oben angekommen musste ich zuerst ein Angstbisi machen. Mit Gummiknien stieg ich in die Skibindung. Es war ein so komisches Gefühl! Skistöcke, zwei Ski und einfach losfahren, ohne Bindung anschnallen und wusch-wusch; Stockeinsatz und schon ist man bei der Piste! Die ersten Kurven waren reinrassige, schöne Stemmbogen. Noa hat mir zuvor auch kurz erklärt, wie man bremst. :-)) Es ging von Abfahrt zu Abfahrt immer besser! Es machte Spass! Und es ist 100x weniger anstrengend als snowboarden! Obwohl ich noch sehr defensiv fahre, und das auch nicht wirklich gut, macht es Spass, wieder etwas Neues zu lernen. Herauszufinden, wie man die Beine und die Knie, der Oberkörper, die Arme und den Schwung optimal positioniert. Möglichst so, dass man nicht als Gritibänz verwechselt wird.
Bald fahren wir in die Skiferien. Die Skiausrüstung werde ich mitnehmen. Mal schauen, ob ich das Board zuhause lasse (!!).
PS: Der Skilehrer ist bereits gebucht!!
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