Heute habe ich von "G" eine Mail bekommen, für die ich mich hier bedanken möchte. Sie hat mir geschrieben, dass sie meinen Blog liest und mich motiviert und aufgefordert, es weiterhin zu tun! Hey, Merci! :-) Mach ich gerne!
Letzten Donnerstag war ich wieder mal in der Luft. Das erstemal am Uetliberg, dem "Hausberg" und ein beliebtes Ausflugsziel der Zürcher. Als nördlicher Abschluss der Albis-Bergkette erhebt er sich mit einer Höhe von 869.2 Metern über Meer (Uto Kulm) über den Zürcher Quartieren Leimbach, Wiedikon, Albisrieden (mit Triemli) und Altstetten, auf der Südseite schliessen das Reppischtal mit Uitikon und Stallikon (mit Sellenbüren) an. Geographisch gehört der Gipfel des Uetliberg zur Gemeinde Stallikon. Und diese 869,2 Meter (rund 170 Höhenmeter vom Landeplatz zum Startplatz) wollen erklummen werden. Zu Fuss. Mit dem Gleitschirmsack auf dem Buckel, der doch immerhin gute 23 Kilos wiegt. Manno, hab ich geschwitzt! Bestimmt hab ich 20x Pause gemacht und 1000x nach Luft gejapst! Der Startplatz liegt nicht beim Uto Kulm, sondern ein wenig weiter weg, zwischen Uto-Kulm und Adliswil-Felsenegg, nämlich bei der Balderen. Oben angekommen, staunte ich nicht schlecht: Der Startplatz, munzigklein, mit Jöö-Effekt! Allerdings hiess es "anstehen". Es kann jeweils nur ein Pilot beim Jöö-Startplatz starten und es standen sicher durchgehend mind. 8-12 Piloten an! Aber wehe, man kann nicht starten. Links und rechts bleiben nicht viel Meter übrig, man muss schon wissen, was man tut und/oder was man kann oder eben nicht kann. Letzterer tut gut daran, nicht zu starten, man riskiert sonst, mit einem Flügelende an der Tanne links oder beim Baumwipfel rechts hängen zu bleiben. 2, 3 Schritte und dann kommt der Abgrund in Form von einer fast senkrechten Sandstein-Flue.
Kaum in der Luft, präsentiert sich der ganze Zürichsee von seiner prächtigsten Seite! Im Hintergrund die noch weiss verschneiten Alpen, im Vordergrund die blühenden Kirsch- und Apfelbäume und die saftig grünen Wiesen. Super! Leider konnte ich diesesmal kein Foto machen. Es war zu turbulent in der Luft. Nach rund einer halben Stunde Hin- und Herfliegen an der Albis-Bergkette zog ich auf ca. 1500m/üM mit einer Gruppe, bestehend aus ca. 6-7 Piloten, los um auf Strecke zu gehen! Es war mega! Anfangs noch im Pulk, wurde der Flug von Kilometer zu Kilometer einsamer (die anderen gingen/mussten landen) und unbekannter (Kannte die Gegend unter mir bald nicht mehr so gut wie anfangs). Es war echt cool! Gelandet bin ich dann in Ballwil, eine Gemeinde neben Hochdorf. Ich wusste dies allerdings erst, als ich am Bahnhof stand. Ich mein, woher sollte ich vorher wissen, wo ich bin?! Also zurück mit dem Zug und S-Bahn nach Zürich-Leimbach (Auto war da parkiert) via Luzern. Weniger cool war dann die Migräne, die ich während der Zugfahrt bekommen habe. Beinahe hätte ich in den Abfalleimer gek....
Uetliberg
http://www.paragliding365.com/index-p-flightarea_details_3889.html
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