Montag, 7. Januar 2013

Gruppenreise, Gruppen reisen

Ich befinde mich immer noch im Andalusien-Flash. Am Samstag bin ich von der Andalusien-Gleitschirm-Flugreise zurück gekommen:

Auf dem Reiseprogramm stand lediglich "Treffpunkt der Gruppe beim Flughafen Malaga, Ausgang Zollabfertigung". Ich war gespannt auf meine Flieger-Gspändli, die mich die nächsten Tage begleiten sollen. Zuerst war ich geschockt, denn es standen schon etwa 12 Nasen da! Huuch! So eine grosse Gruppe?! Oh Schreck. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Denn schlussendlich waren wir knappe 40 (!) Piloten. Aber wir wurden alle in Gruppen eingeteilt und so zählte meine Gruppe schliesslich "nur" 13 Leute. Altermässig waren wir so zwischen 25-36 Jahre alt. Ich und Paul (70 Jahre!) waren die Aeltesten... (hüstel-hüstel...) Aber alle konnten gut und sicher fliegen, landen und starten. Was ja nicht immer der Fall ist. Gekannt habe ich bis dahin noch niemand. Also ab in den Bus und ab ins Hotel. Hotel Helios, Almuñecar. Ein echt popeliges Business-Hotel. Aber was solls, wir waren nicht wegen dem Hotel angreist, sondern zum Fliegen. Am nächsten Morgen dann stand schon der erste Flug an. Wetter war gut; sonnig, stabil und wenig Wind. Ideal um sich einzufliegen. Super für mich, denn ich hatte einen Testschirm (Airdesign Volt, SM) dabei und habe ihn vorher noch nie geflogen. Wir haben drei Flüge gemacht, den letzten davon direkt ans Meer. Die Auffahrt zum Startplatz war Horror! Paris-Dakkar-Rallye?! Ha! Nasenwasser! Ein kleines, ungeteertes Strässchen, völlig ausgewaschen vom Regen, Platz für gerade ein Auto. Kurven so eng und steil, dass es fahrtechnisch eigentlich gar nicht möglich ist, hochzufahren. Geschweige denn mit einem Bus, der mit 8 Personen und Gleitschirmen vollgeladen war. Und zwischendurch ging es rechts und links praktisch senkrecht runter. Leute, ich habe einfach die Hände vor die Augen geschlagen und gehofft, dass wir da alle heil hochkommen. Oben angekommen musste ich feststellen, dass

A) der Startplatz mega kurz für meine langen Leinen war
B) fast kein Wind von vorne wehte
C) ich mich ernsthaft fragte, ob der Testschirm ein gutes Startverhalten zeigt
D) 1. Option: wieder mit dem Bus runter zu fahren
     2. Option: Startversuch. Wenn nichts klappt, ab in die Büsche. Unterhalb vom SP gings grad ziemlich 
         direkt steil in die Büsche.

Also gabs nur eins: Startversuch. Tief durchatmen und drei kräftige Schritte und ab in die Luft! Es hat problemlos geklappt. Der Schirm ist ein kleines Start-Wunder! ;-)

Die ersten zwei Tage haben wir jeweils 3 Flüge gemacht. Phuuuu! Mega-Anstrengend. Soviele Flüge habe ich letztmals in der Flugschule gemacht! Wir haben noch einen 3-Tages Ausflug ins Landes-Innere nach Algodonales (wir sagten immer Algo-Gonzales), wobei wir bei der An- und Abreise auch in anderen Fluggebieten flogen. So habe ich in 7 möglichen Flugtagen 12 verschiedene Starplätze und Fluggebiete gesehen. Leute, es war fantastisch!!

Die Batterien der Fluggeräte sind leer, aber meine sind voll geladen! So sollte doch ein neues Jahr immer beginnen, oder?

:-)



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